Archiv der Kategorie: Reportagen | articles

18|09|13: Ein Campus zwischen Buchenforst und Zitronenhain

Auf Einladung von Chefredakteur Erhard Stackl habe ich für die Ausgabe 2018/2019 des Jüdischen Echos einen Bericht über die Gemeinsamkeiten des Weizmann Institute in Rehovot und dem Institute of Science and Technology Austria in Klosterneuburg geschrieben.  Die Ausgabe steht unter dem Motto  „Israel – ein junger Staat mit 70. Zwischen Start-up-Modernität und Auslöschungsdrohungen“. Die Texte befassen sich mit dem seltsamen Auf und Ab der österreichisch-israelischen Beziehungen und den Herausforderungen, denen Israel heute gegenübersteht. 

Ein Campus zwischen Buchenforst und Zitronenhain

Das IST Austria, 2009 in Klosterneuburg bei Wien gegründet, ist nicht das einzige, aber das wohl sichtbarste Forum der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Österreich und Israel.

Ein Bericht von Oliver Lehmann

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18|06|13: „Ein enger Freund der Forschung“

Claudia Schanza, Chefredakteurin von „Forschen und Entdecken“,  war so freundlich, mich einzuladen eine Bilanz von Michael Häupls Wissenschaftspolitik zu ziehen. Dieser Aufgabe bin ich gerne nachgekommen. Warum, erschließt sich aus dem Text, der in der Ausgabe 02/2018 erschienen ist. Hier ist die Langfassung dokumentiert. Die Links unter den Namen meiner GesprächspartnerInnen führen zu deren ungekürzten Stellungnahmen. 

Ein enger Freund der Forschung

Wien ist wieder Wissensmetropole. Das ist maßgeblich Michael Häupl zu verdanken. Der studierte Biologe agierte bei diesem Prozess mit den Eigenschaften eines Grundlagenforschers: wissbegierig, risikofreudig und der Zukunft zugewandt

Eine Bilanz von Oliver Lehmann

Dass die Zeit relativ ist und dementsprechend unterschiedlich wahrgenommen wird, hat Albert Einstein mit seinem Zwillingsparadoxon erläutert. Eine wissenschaftlich nicht ganz so exakte, aber doch leichter begreifbare Beschreibung der Relativität von Zeit, ergibt sich, wenn man Politik und Wissenschaft miteinander vergleicht: In der Politik gilt eine Legislaturperiode von fünf Jahren als Ewigkeit. In der Wissenschaft ist der gleiche Zeitraum kaum der Rede wert, weil die wirklich wichtigen Erkenntnisse langsam und mit Akribie erdacht werden. Dementsprechend halten PolitikerInnen und WissenschaftlerInnen üblicherweise Abstand von einander. Wien ist anders. Weiterlesen

17|11|11: Operation Tubetop

The Canadian-born, Vienna- and Moscow-raised Tova Marr runs – among a myriad of other things like an incredibly busy social life – the very entertaining podcast „Operation Tubetop“. In 2016, Tova was the social media correspondent of the Vienna Ball of Sciences. To mark the begin of the carneval season she invited me to talk about what it was like to grow up in Vienna in the 1970s (dull), how to organize a ball in the 2010s (fun) and which historical period in Vienna I would like to have encountered (you will never guess). For all this and more check out Tova’s podcast page.

16|03|12: Der Festsaal unter freiem Himmel (2007)

Im Juni 2007 besuchte ich auf Einladung von Swarovski Optik zwei Regionen in Kasachstan; der eine Ort lag in der Steppe, der andere auf 2700 Metern Seehöhe im Tien Shan Gebirge. Zweifellos eine meiner spannenderen Reisen. Die Reportage erschien im September 2007 im Universum Magazin.

Der Festsaal unter freiem Himmel

Rein formal ist Kasachstan so groß wie Westeuropa, ein Paradies für Vögel und dementsprechend für Birdwatcher. Doch tatsächlich liegt das Land mit seinen riesigen Steppen und enormen Gebirgsketten an der Schwelle zwischen Realität und Imagination.

Eine Reportage von Oliver Lehmann (Text und Bild)

Die Fischmöwe trödelt mit ausgebreiteten Schwingen über der Steppe, lässt sich von einer Bö ein paar Meter versetzen und gleitet dann mit einer unmerklichen Veränderung der Handschwingen wieder zurück auf Kurs, den Wassergraben neben der Piste entlang. Auf und ab lässt sie sich tragen, gelassen Ausschau haltend nach Kleingetier wie Mäusen oder anderen Möwen, denen sie die Beute abjagen kann. Aber eigentlich fliegt der mächtige Vogel mit der schwarzen Haube, dem gelb-orangefarbenen Schnabel und seinen gut eineinhalb Meter weit aufgespannten Flügeln seit fünf Minuten neben dem Kleinbus her, der seit bald drei Stunden über die stetig holprigere Piste vorbei an Steppenseen und Salzlacken rumpelt. Weiterlesen

15|11|29: Krampus – the real thing

I was asked by Mackenzie Dawson from the New York Post about the Austrian „Krampus“, the occassion being a movie premiere on December 4 in the United States: „When members of a dysfunctional family gather for Christmas, they accidentally unleash the wrath of Krampus, an ancient demon from European folklore.“ (Google). I came up with this reminiscence of a trip to Eastern Tyrol. The initial German text written for the magazine Winterspaß – Land der Berge in 2005 can be found below. And this way, to the article in the New York Post.   Weiterlesen

15|05|01: “Hoffnung mit Augenmaß“

Bildschirmfoto 2015-05-01 um 22.22.17AIDS verläuft in unseren Breiten nicht mehr tödlich und die Therapie ist aus medizinischer Sicht mit der Diabetes-Behandlung vergleichbar. Diese Entwicklung ist der AIDS-Forschung zu danken. Eine Impfung oder gar Heilung sind trotzdem nicht in greifbarer Nähe. Woran das liegt, erklärte mir die Wiener Dermatologin Dr. Katharina Grabmeier-Pfistershammer in dem  Interview, das ich für das Life Ball Magazin 2015 geführt habe. Die Fotos stammen von Stefan Knittel, Sonja Burger hat mich bei dem Interview unterstützt. Hier entlang zum Interview im Layout: Life Ball Magazin 2015 Weiterlesen

15|04|10: Der alte Mann, der Trieb und der Tod (1995)

stern_logoVor 20 Jahren war ich (nicht besonders lange) Redakteur beim Stern. Ein Grund, warum ich „Am Baumwall“ trotz des sagenhaften Blicks auf den Hamburger Hafen nicht recht glücklich wurde, waren die Themen, die mir als Jungredakteur im Ressort „Modernes Leben“ zugedacht wurden. Der Nachruf auf den Emigranten, TV-Pionier und Sexualwissenschaftler (solche Biographien werden heute nicht mehr gemacht) Ernest Borneman war eine der interessanteren Geschichten. Eine Anfrage anläßlich eines Porträts diese Woche auf Ö1 ließ mich den Text ausheben und zumindest als PDF digitalisieren. Die ebenso humorlose wie verklemmt-anzügliche Pranke des Textchefs ist für mich bemerkenswert deutlich erkennbar. Hier entlang zum Artikel: 950600_Stern_Bornemann1

15|01|27: Keine Ausstellung in Auschwitz

Bildschirmfoto 2015-01-27 um 08.30.37„Neue Österreich-Ausstellung frühestens 2017“ meldet der ORF heute morgen. 2006 schrieb ich in einem „Kommentar der Anderen“ für den Standard: „Österreich wird vielleicht 70 Jahre nach dem Anschluss eine angemessene Präsentation in der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Auschwitz haben.“ Da war ich zu optimistisch. Weiterlesen

14|03|16: Der UFO-Landeplatz von Kautzen (1996)

web-Hauptplatz-0011-1--1-largeIn der ersten Phase nach der Gründung 1992 gab es in News ab und an Platz für lange und hintergründige Reportagen, wie jene, die ich 1996 verfasste.  Die kleine Ortschaft Kautzen im nördlichen Waldviertel hatte ich Anfang der 1990er Jahre entdeckt. Ein paar Jahre später war aus der Wochenenddesitination für EsoterikerInnen aus Wien ein erfolgreiches Modell der Regionalentwicklung geworden. 1998 besuchte ich den Ort noch einmal, als ich einen Beitrag für die BBC drehte. Den vorliegenden Text fand ich auf der einschlägigen Homepage www.ufo.at. Als mein Mitarbeiter wird Wolfgang Ainetter ausgewiesen; der damalige Praktikant ist inzwischen wieder bei News – als Chefredakteur. [edit 12/02/2015: Ainetter ist seit November 2014 nicht mehr CR von News] Weiterlesen

13|06|15: „Mögen Sie junge Menschen?“

Wandtafel, LeerEin Brief an die Direktorin der Schule meiner Tochter. Namen tun vorerst nichts zur Sache. Szenen wie diese spielen sich an allen Mittelschulen des Landes ab, solange die LehrerInnenausbildung so bleibt, wie sie ist. Am Anfang dieser Ausbildung sollte in Zukunft eine einfache Frage stehen. Die Presse am Sonntag hat den Text abgedruckt. Die Kommentare bestätigen meine Annahme, dass eine Debatte über die LehrerInnenausbildung nötig ist. Die Direktorin erhielt den Brief vor einer Woche, ohne darauf zu antworten. Ich habe erst dann eine, in der Sache nichtssagende Reaktion erhalten, als ich ihr ankündigte, dass der Text in der Zeitung stehen wird. Weiterlesen