Archiv der Kategorie: Bücher | books

19|04|12: Traudl Schmidt †

Am 12. April 2019 haben wir Traudl Schmidt (1940-2019) auf dem Neustifter Friedhof oberhalb von Wien auf ihrem letzten Weg begleitet. Ihr Sohn Peter hatte mich um einige Worte gebeten.

Liebe Familie, liebe Trauergemeinde!

Traudl und ich veröffentlichten 2001 das Buch „In den Fängen des Dr. Gross. Das misshandelte Leben des Friedrich Zawrel“. Peter hat mich gebeten, über diese Arbeit zu sprechen und – ich zitiere – „wie Du meine Mutter dabei erlebt hast. Ich glaube, das würde sie freuen – weil sie darauf immer sehr stolz war.“

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16|11|04: Buch Wien 2016

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Einen historisch-philosophischen Buchstapel habe ich am Sonntag, den 13. November, auf der Forum Bühne der BuchWien 16 abzuarbeiten. Fragen aus dem Publikum sind ausdrücklich willkommen. Hier die Details:

  • 10:30 Felix Kucher „Malcontenta“ (Picus Verlag)
  • 11:30 Klaus Taschwer „Experimentalbiologie im Wiener Prater“ (Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften)
  • 12:00 Erhard Stackl „Das Jüdische Echo – Bedrohungen, Feindbilder, Sündenböcke“ (Falter Verlag)
  • 14:30 Martin Haidinger „Franz Josephs Land“ (Amalthea Signum Verlag)
  • 15:00 Ingrid Haslinger „Erzherzogin Sophie“ (Residenz Verlag)
  • 16:00 Alfred Pfabigan „Mord zum Sonntag – Tatortphilosophie“ (Residenz Verlag)

16|07|15: Péter Esterházy (1950-2016)

In guter Gesellschaft

Zum Tod von Péter Esterházy (1950-2016)

Die Frage nach einem Leitmotiv in einem derart opulenten Werk wie jenem Péter Esterházys ist absurd. Aber wenn es so etwas wie ein Lebensthema von Esterházy gab, dann war es die immer wieder erneuerte Selbstbefragung nach dem Verhältnis zwischen dem Individuum und der Gesellschaft. Nicht dass dieses Thema – sagen wir seit Perikles – sonderlich neu wäre. Aber es war Péter Esterházy vorbehalten darauf eine Antwort anzubieten, wie dieses Verhältnis zu praktizieren sei, die verblüffend naiv scheint, jedoch – von ihm praktiziert – äußerst effektiv und erkenntnisreich war: Die Freundlichkeit im Kostüm der Höflichkeit.

Péter Esterházy / © SINISSEY

Péter Esterházy / © SINISSEY

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99|10|11: „Ein schlechter Satz ist eine Sünde“

Interview mit Péter Esterházy anlässlich seiner Rede zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse 1999 mit Ungarn als Gastland in profil Ausgabe 42, vom 11. Oktober 1999, geführt von Oliver Lehmann.

profil: Zitat Péter Esterházy: „Die neue ungarische Literatur befaßt sich nicht mit Nation und Volk, sondern mit Subjekt und Prädikat.“ Ausgerechnet Sie wollen mit der Eröffnungsrede zur Frankfurter Buchmesse die ungarische Nation und ihre Literatur repräsentieren?

Esterházy: Ich repräsentiere niemanden. Schon allein vor dem Wort habe ich Angst. Wenn der Anlaß eine Landwirtschaftsmesse wäre, würde ich auch nicht die anderen Bauern repräsentieren wollen. Irgendjemand muß eben die Rede halten. Weiterlesen

16|04|27: Wo die Wiener Mammuts grasten

Rede anläßlich der Buchpräsentation von „Wo die Wiener Mammuts grasten“ von Thomas Hoffmann und Matthias Harzhauser im Naturhistorischen Museum Wien am  27.4.2016

Guten Abend, meine Damen und Herren!

Dies ist eines jener Bücher, das ich besonders ungern vorstelle. Und zwar, weil ich es selber gerne geschrieben hätte. Ich will Ihnen erklären, warum: Weiterlesen

14|10|21: Aftermath – Die zweite Flut

Dieses Panorama von den Nikobaren wirkt wie eine Traumlandschaft. Vor bald zehn Jahren wurde diese Inselgruppe im Indischen Ozean – und mit ihr ihre Kultur – fast völlig zerstört. Wie es dazu kam, davon erzählt der Film “Aftermath – Die zweite Flut”, bei dessen Premiere am Dienstag, den 21.10.2014, um 18.30 Uhr im Weltmuseum Wien ich eine Podiusmdiskussion moderiere. Weiterlesen

14|02|10: Buchpräsentation mit Renée Schroeder

1688862_807636875918579_1139880983_nNichts weniger als eine „Anstiftung zur Rettung der Welt“, wie es im Untertitel heißt, unternimmt Renée Schroeder in ihrem neuen Buch „Von Menschen, Zellen und Waschmaschinen“, das ich am kommenden Montag, 10.2.2014, um 19.00 Uhr in der Buchhandlung Thalia (Bahnhof Wien Mitte) präsentiere, indem ich es mit der Autorin vor Publikum diskutiere. Schroeders Anspruch ist durchaus mutig. In 12 Geboten fasst die Biochemikerin zusammen, wie diese Rettung vollzogen werden möge: „Verlasse die Höhle“ heißt es da, nämlich jene von Platos Gleichnis, und „Fürchte Dich nicht vor Fehlern“. „Erkämpfe Dir den Zugang zu einer Waschmaschine“ klingt komisch, erfüllt aber einen durchaus emanzipatorischen Zweck, während „Lasse Dich nicht zum Konsumenten degradieren“ ein wenig gar zu pathetisch klingt. Weiterlesen

14|01|28: Wissenschaftsbücher des Jahres

siegerlogoDas lesende Publikum hat wieder einmal seinen ausgezeichneten Geschmack unter Beweis gestellt: Basierend auf einer Auswahl, die von einer Fachjury (deren Mitglied ich war) im Oktober vorgenommen wurde, haben 23.000 lesende Menschen folgende Titel in den vier Kategorien zu den besten Wissenschaftsbüchern des Jahres gewählt. Besonders freut mich die Wahl von Sabine Ladstätters Buch, weil die Archäologin es hervorragend versteht, ihre exzellente Arbeit zur Antike in sinnvoller Weise mit der Gegenwart zu kontextualisieren, ohne dabei aber simple Schlußfolgerungen und teleologische Verlockungen zu entwerfen. Weiterlesen

13|11|18: Wahl des Wissenschaftsbuch des Jahres

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Es ist wieder eine bemerkenswerte Auswahl, an der ich als Jurymitglied für das beste Wissenschaftsbuch des Jahres mitwirken durfte. Ab sofort ist die Online-Wahl möglich. Das Publikum kürt anhand der Kandidaten von der Auswahlliste den Sieger der jeweiligen Kategorie sowie den Gesamtsieger. Zu gewinnen gibts neben den diversen Preisen vor allem eines: Erkenntnisse sonder Zahl. Und hier gehts weiter zur Wahl.