Das Editorial des Ballmagazins zum 11. Wiener Ball der Wissenschaften am 24.1.2026 im Wiener Rathaus. Das komplette Ballmagazin findet sich auf der Ball-Homepage
Archiv der Kategorie: Academia
26|01|23: Ist mehr Kommunikation unbedingt besser?

Foto: Ludwig Schedl/SciBall
Die Einleitung zur 3. Vienna Lecture on Science Communication von Astrid Séville am 23. Jänner 2026 im Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Eine Zusammenfassung der Rede, sowie Links zu den Medienberichten und zum Video der Rede finden sich auf der Ball-Homepage.
25|01|25: In wirklich guter Gesellschaft
Das Editorial des Ballmagazins zum 10. Wiener Ball der Wissenschaften am 25.1.2025 im Wiener Rathaus. Das komplette Ballmagazin findet sich auf der Ball-Homepage
Es wirkt wie ein kleiner Schritt verglichen mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen, die in den letzten zehn Jahren publiziert wurden. Als wir 2014 – angeregt durch den damaligen Bürgermeister Michael Häupl und den Universitätsbeauftragten Alexander Van der Bellen mit Unterstützung von Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny – begonnen haben, den ersten Ball im Jänner 2015 zu planen, ließen wir uns von dem Gedanken leiten, die Grenzen des traditionellen Ballformats auszuloten und zu erweitern. So etwa beim Eröffnungskomitee. Weiterlesen
24|01|27: Die Türsteherin
Dank ihrer inzwischen 2.000 Artikel rückt Jess Wade das Wikipedia-Universum zurecht: mit Einträgen über Frauen, People of Color und anderen Minderheiten wie LGTBQ+ Personen in der Wissenschaft. 2024 ist sie Ballbotschafterin und Ehrengast am Wissenschaftsball.
Ein Porträt von Oliver Lehmann für das Ballmagazins 2024.
Eine interessante Geschichte, eine erste schnelle Recherche, ein Hinweis auf einen Wikipedia-Artikel. Im Fall von Jessica Wade führte das zu einem Eintrag1https://en.wikipedia.org/wiki/Jess_Wade über eine renommierte Materialwissenschaftlerin, die sich am Imperial College London mit der sogenannten Raman- Spektroskopie befasst, eine Methode zur Untersuchung von Materialeigenschaften etwa von Halbleitern oder Pigmenten – besonders relevant bei der Analyse von Kunstobjekten. So weit, so erwartbar. Weiterlesen
24|01|27: Das richtige Prinzip bewahren
Editorial des Ballmagazins 2024. Zu den Fotos der Nacht hier entlang.
„Wir leben in einer merkwürdigen Zeitung“, schrieb Kurt Tucholsky einst. Wer wollte ihm widersprechen? Wobei: Merkwürdig ist ein Hilfsausdruck. Die Zeit ist fordernd, die Meldungen aus den Krisenherden dieser Welt oft überfordernd. Und jene Zeitungen – heute: Medien –, die qualitätsvoll und bedacht Einordnung schaffen würden, stehen unter dem Druck der virtuellen und realen Schreihälse, die ein absolutistisches Verständnis von Wahrheit haben, kein dynamisches, das die Grundlage der wissenschaftlichen Methode bildet. In einer Zeit der Umbrüche mag die Sehnsucht vieler Menschen nach Eindeutigkeit verständlich sein, die Ausbeutung dieser Sehnsucht für totalitäre Zwecke ist es nicht. Weiterlesen
23|03|30: Trotzdem ein Grund zur Freude
Erstmals wird im Medienförderungsgesetz Wissenschaftsjournalismus als Kriterium angeführt. Damit wird eine langjährige Forderung des Klubs der Wissenschaftsjournalist:innen erfüllt. Wie konnte es dazu kommen? Und was hat das für Konsequenzen?
Von Oliver Lehmann
Im Jahr 2013 Jahren stellte der Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalist:innen die Ergebnisse einer Studie zur Arbeits-, Bildungs- und Ausbildungssituation österreichischer WissenschaftsjournalistInnen vor. Der traurige Befund von damals ist noch immer gültig. Als eine der Forderungen zur Verbesserung der Situation formulierte ich als damaliger Klubvorsitzender: „Die Politik ist gefragt, Rahmenbedingungen im Kontext der Medienförderung zu schaffen, die Bildungs- und Wissenschaftsberichterstattung zur Voraussetzung für die entsprechenden Förderungen machen.“
Weiterlesen23|01|28: Jede Geschichte ist eine Klimageschichte
Editorial des Ballmagazins 2023. Zu den Fotos der Nacht hier entlang.

Die Erkenntnis ist ganz simpel, auch wenn es simple Gemüter gibt, die den Zusammenhang nicht verstehen wollen: Die Rückkehr auf das Tanzparkett wird uns ermöglicht durch die Wissenschaft. Und sie wird auch nötig sein, um die ganz großen Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen: Demographie, Digitalisierung, Mobilität, Energie und Klima. Oder wie unlängst auf Twitter gesehen: „Every story is a climate story.“ Die Felder sind entweder teilweise oder ganz zentral von der Frage betroffen, wie wir den Klimawandel und seine katastrophalen Auswirkungen bewältigen werden.
Weiterlesen22|08|25: Leitfaden für Wissenschaftskommunikation

Der Bedarf an ebenso faktentreuer wie publikumsorientierter Berichterstattung über Funktionsweisen und Ergebnisse der Wissenschaft ist evident. Lena Yadlapalli, Wissenschaftsautorin und Absolventin des Lehrgangs für Wissenschaftskommunikation der Universität Klagenfurt, an dem ich als Lektor mitgewirkt habe, hat dieser Tage im Auftrag der APA ein Whitepaper über Wissenschaftskommunikation verfasst. Der praxisorientierte Leitfaden enthält auch Kurzinterviews von ExpertInnen aus der Praxis, zu denen Lena freundlicherweise mich zählt. Als Bonus und zum Abschluss des Leitfadens gibt es „10 goldene Regeln fürs Vermitteln“.
Weiterlesen22|06|09: Exzellenz. Und Unabhängigkeit

Seit einigen Jahren vertrete ich das Institute of Science and Technology Austria als Direktionsrat in der Handelskammer Schweiz-Österreich-Liechtenstein. Anläßlich der 99. Generalversammlung, die im Juni auf dem ISTA Campus stattfand, wurde ich für das Mitgliedermagazin hub interviewt. Das Coverfoto stammt von Sabine Hauswirth.
Weiterlesen21|11|11: Wozu Wissenschaftsjournalismus?
Wozu Wissenschaftsjournalismus? Weil es eine Instanz braucht, die Sinn von Unsinn unterscheidet, gerade wenn die Politik versagt und Landeshauptmänner ebenso panisch wie populistisch Wissenschaftler:innen verhöhnen. Gemessen an dieser Relevanz wird der Wissenschaftsjournalismus in Österreich schlecht behandelt – sowohl von den (allermeisten) Medienhäusern wie der Politik, während das Publikum gerade in Zeiten der Pandemie nüchterne Aufklärung, Erläuterung und Einordnung besonders dankbar und intensiv wahrnimmt.
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