Kategoriearchiv: Allgemein | miscellaneous

11|09|01: Bissiger Hundebesitzer

Am Donnerstag, den 1. September fahre ich um 18.30 mit meinem Fahrrad auf dem (neu ausgewiesenen) Radweg entlang des Rings von der Operngasse Richtung Babenbergerstraße. Auf der Höhe des Hotel Le Meridien kommt mir ein Mann entgegen: Mitte 50, 175-180 cm, blauer Leinenanzug, helles Hemd, graues Haar, kleine Brillenfassung in Schwarz, eine Leine aus Leder und Kettengliedern über die Schulter gelegt. Neben ihm ein grauer Jagdhund – ein Weimaraner – von rund 80 cm Höhe, dementsprechend ohne Leine.  Der Mann schreit mich an: „Das ist kein Radweg, das ist ein Fußweg.“ Ich rufe ihm zu: „Sie irren sich.“ Der Mann holt mit seiner Leine aus und schlägt nach mir. Er verfehlt mich zwar, trifft aber das Rücklicht, das dadurch aus der Halterung gerissen wird. Ich bleibe stehen, um das Rücklicht aufzuheben, und lehne das Rad an einen Verteilerkasten. Der Mann kommt auf mich zu, hebt die rechte Hand und versucht wieder mit der Leine auf mich einzuschlagen: „Was willst Du? Schau, dass Du wegkommst.“ Ich hebe meine Arme und meinen linken Fuß, um seine Schläge abzuwehren; der Hund beißt mich währenddessen in den rechten Oberschenkel. Ich rufe: „Aus, er soll mich loslassen“. Der Mann brüllt weiter: „Du wirst mich kennenlernen.“ Der Hund lässt von mir ab und der Mann geht in jene Richtung, aus der er gekommen ist, also zurück Richtung Babenbergerstraße.

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11|06|02: Der Ana-Chronist

Es LemErnst Molden hat vor ein paar Tagen im Rabenhof seine neue CD “es lem” vorgestellt; und seine übernächste (“weidafoan”) gleich dazu, doch davon später mehr. Der Reihe nach: “es lem”also zeichnet sich erstmal durch das bislang schönste Cover seiner bisherigen CDs aus, das Mauthner-Wasser (nehme ich einmal an) schmückt den erfahrenen Terrianer Molden ganz ausgezeichnet. Weiterlesen

11|05|28: Gil Scott-Heron dies aged 62

Musician and poet Gil Scott-Heron performing in 1974This is sad news. I met this man some 25 years ago in Vienna. But I suppose he would have left his mark had I only known him through his lyrics, his songs. Like him they are full of attitude, humour, gentleness and desperation, and swing. Oh, and an obligation: „If you’re not going to help, do not complain what is happening, ‚cause you could be doing that.“ Appropriate obituary and videos in the Guardian.

11|05|10: Nannen-Preis an Hans Zippert

Ohne Nannen-Preis kriegt man ja gar nichts mehr mit. Hab sofort Zipperts Text über seinen Schlaganfall nachgelesen. Die Illustration des Artikels scheint mir ein erschütterndes Beispiel für die gravierenden Nebenwirkungen von verantwortungslosem Medizin-Journalismus zu sein. Und damit meine ich nicht die Aufnahmen von Zippert. Also: Gut zu erfahren, dass dann doch noch alles glücklich ausgegangen ist. Trotz der Tante Jolesch (“Gott soll abhüten vor allem, was noch ein Glück ist.”).

11|05|09: Wandzeitung “Der Lehmann”

Nein, keine Verwandtschaft. “Lehmann’s Allgemeiner Wohnungs-Anzeiger” war von 1859 bis 1942  das Wiener Adressbuch. Dank der Intiative der WienBibliothek im Rathaus ist dieser Schatz der Wiener Sozialgeschichte unlängst digital zugänglich gemacht und damit gehoben worden. Steinbrener und Dempf präsentieren seit heute Auszüge aus den Jahren 1938 bis 1942 ihr Atelier in der Glockengasse betreffend in den Schaufenstern ihres Geschäftslokals. So gehört’s gemacht.

Wandzeitung “Lehmanns Adressbücher” im Atelier Steinbrener/Dempf

11|05|06: 38th Freud Lecture – Siri Hustvedt

Basierend auf ihrem vorletzten Buch “The Shaking Woman” referiert Siri Hustvedt auf Einladung des Freud Museums in der Nationalbank geheuer präzise und ohne Anflug von feuilletonistischer Pointenschinderei über “Freud’s Playground: Some Thoughts on the Art and Science of Subjectivity and Intersubjectivity”. Danach versieht sie ein Exemplar ihres neuen Buches “The Summer without Men” mit einer Widmung für mich und wünscht mir dann noch alles Gute zum Geburtstag. Was will ich mehr?

Das Leben, ein Computerspiel

Universum Magazin, Mai 2011

Das Leben, ein Computerspiel

Ein neues Museum in Berlin würdigt Supermario, die Sims und Doodle Jump als Akteure der Kulturgeschichte und Triebkräfte von Computerinnovationen

Der Untergang des Abendlandes findet in Berlin vier Kilometer von der legendären Museumsinsel entfernt statt, wo das Antlitz der Nofretete in erhabener Schönheit über die Besuchermassen hinweg blickt, die von den Ausmaßen des legendären Pergamon-Altars überwältigt sind. „Komm, ich zeige dir ein Exponat aus dem 20. Jahrhundert“, lockt Tim eine junge Besucherin. Tim ist 15 Jahre alt und macht gerade ein Berufspraktikum im Computerspielemuseum: Berlins jüngster Schausammlung, die zu Jahresbeginn 2011 eröffnet wurde.

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