Archiv der Kategorie: Allgemein | miscellaneous

21|02|22: Schenkung an das Wien Museum

Im April 2020 nach circa einem Monat des ersten Lockdowns folgte ich einem Aufruf des Wien Museums, das die Öffentlichkeit um Dokumente im Stadtbild gebeten hatte, die „vom veränderten privaten oder beruflichen Alltag in Zeiten der Pandemie erzählen“. Ich übermittelte dem KuratorInnen-Team ein Foto, das ich von einer Notiz an der Tür eines Bordells in meiner Nachbarschaft gemacht hatte:

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20|11|09: Other Christmas Carols 2020

Here is this year’s selection of Other Christmas Charols. As usual a random selection of inspiring and reflective tunes. I do not own the rights to any of these songs. Go and buy them. Last years‘ lists can be found here. The tracks can also be found on the YouTube playlist and (in a redacted form) on Spotify.

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20|03|12: Bildet digitale Banden

Als Veranstalter des Wissenschaftsballs am 25. Jänner sind der durchführende Verein, mein Team und ich gerade nochmal davongekommen; Ende Jänner war noch keine Rede von massenhaften Absagen. Gedanken mache ich mir trotzdem, und zwar zur Wirkung von sozialer Isolation auf das Publikum und die vielen Künstler*innen, die so wesentlich zum Erfolg des Wissenschaftsballs beitragen. Ich hätte da ein paar Vorschläge:

Bildet digitale Banden

Die Bundesregierung empfiehlt die immunologisch gebotene Einschränkung sozialer Kontakte. Die Nebenwirkungen sollten sofort bekämpft werden.

Musikverein, Wien, 12.3.2020 / © Oliver Lehmann

Der Ratschlag des Bundeskanzlers ist medizinisch sinnvoll. Trotzdem liest er sich wie eine Anweisung aus einem Handbuch des Schreckens: „Den wichtigsten Beitrag kann aber jeder und jede Einzelne leisten, indem wir alle versuchen, soziale Kontakte in den nächsten Wochen möglichst einzuschränken.“[1] Vereinzelung und Vereinsamung werden die heftigsten gesellschaftlichen Nebenwirkungen der Bekämpfung des Corona-Virus sein. 

Die Vereinsamung wird zunächst als individuelles Problem wahrgenommen. Mit heutigem Stand wird der überragende Teil der Bevölkerung nicht unmittelbar von dem Virus selbst und damit (bei mildem Verlauf) von der Quarantäne in den eigenen vier Wänden betroffen sein – aber vorhersehbarerweise von der eingeforderten Einschränkung der sozialen Kontakte. 

Mehrere Studien aus jüngerer Zeit dokumentieren die verblüffend heftige Wirkung von Einsamkeit. Im Oktober 2019 stellten Psycholog*innen, Mediziner*innen und Alternsforscher*innen der University of California San Diego in einer Studie fest: „Einsamkeit kann in Zusammenhang gebracht werden mit schlechtem psychischen Zustand (wie z.B. Depression, Hoffnungslosigkeit, Drogenmißbrauch und kognitive Einschränkungen), physischem Zustand,  (falsche Ernährung, Einschränkung motorischer Fähigkeiten, Bluthochdruck, Schlafstörungen, Gebrechlichkeit) sowie einer erhöhten Sterblichkeitsrate.” [2] Ein besonders verblüffendes Ergebnis: Die Wahrnehmung der eigenen Existenz als einsam beschränkt sich nicht auf ein bestimmtes Alter, sondern wird in den späten 20ern, mittleren 50ern und späten 80ern stärker wahrgenommen.

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18|04|13: Václav Havel

Anfang April erreichte mich ein Mail, das Tereza Johanidesová, eine Mitarbeiterin der Václav-Havel-Bibliothek in Prag, ursprünglich an Monika Czernin gerichtet hatte, die dann das Schreiben an mich weiterleitete.

Monika und ich reisten zu Pfingsten 1989 als Touristenpaar getarnt nach Prag, um Texte und Radiobeiträge über junge Oppositionelle für tageszeitung, Falter und Ö1 zu recherchieren. Während unseres Aufenthalts erfuhren wir zufällig von der Freilassung Václav Havels aus dem Gefängnis. Der Kopf der Opposition war im Februar 1989 zu einer Haftstrafe von acht Monaten verurteilt worden. Im Mai wurde er vorzeitig und überraschend entlassen. Es sollte Havels letzte Haftsstrafe sein, bevor das kommunistische Regime im November 1989 durch die Samtene Revolution gestürzt und Havel Präsident wurde.

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17|11|16: WINFRA-Preis 2017

Wien (OTS) – Die Wiener Stadtwerke haben Mittwoch Abend (15.10.2017) zum bereits achten Mal den WINFRA für herausragende Beiträge des Wiener Infrastruktur-Journalismus vergeben. Die für die Wiener Stadtwerke und Umwelt zuständige Stadträtin Ulli Sima, Wiener Stadtwerke Generaldirektor Martin Krajcsir und WINFRA-Jury Vorsitzender Oliver Lehmann überreichten die Preise bei der WINFRA-Gala im Infocenter U2/U5 der Wiener Linien.

© Wiener Stadtwerke/APA-Fotoservice-Martin Hörmandinger

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17|04|22: Vienna March for Science

Meine Rede am 22. April 2017 vor dem Naturhistorischen Museum bei der Abschlußveranstaltung des Vienna March for Science, den ich als Leiter des Organisationskomitees begleitet habe. Mein Abschlußbericht (samt diverser Links) mit dem Titel „Die Love Parade der Wissenschaft“ findet sich auf der Homepage des Vienna March for Science

Vor sechs Wochen gab es eine Facebook-Seite und ein paar gute Ideen. Heute sind wir Teil einer weltweiten Bewegung von mehr als 500 Marches for Science am heutigen Tag.

Ich will einigen Leuten danken, ohne die das nicht möglich gewesen wäre:

Dem Gründungsteam rund um Olivia Fischer und Robin Gleeson!

Dem Organisationsteam mit Petra Eckhart, Katharina Tyran, Emilie Kleinszig, Claudia Spitz und Thomas Pani!

Christian Köberl für das Naturhistorische Museum und Reinhold Sahl für die Burghauptmannschaft für diesen Veranstaltungsort! Weiterlesen