Archiv der Kategorie: Allgemein | miscellaneous

18|04|13: Václav Havel

Anfang April erreichte mich ein Mail, das Tereza Johanidesová, eine Mitarbeiterin der Václav-Havel-Bibliothek in Prag, ursprünglich an Monika Czernin gerichtet hatte, die dann das Schreiben an mich weiterleitete.

Monika und ich reisten zu Pfingsten 1989 als Touristenpaar getarnt nach Prag, um Texte und Radiobeiträge über junge Oppositionelle für tageszeitung, Falter und Ö1 zu recherchieren. Während unseres Aufenthalts erfuhren wir zufällig von der Freilassung Václav Havels aus dem Gefängnis. Der Kopf der Opposition war im Februar 1989 zu einer Haftstrafe von acht Monaten verurteilt worden. Im Mai wurde er vorzeitig und überraschend entlassen. Es sollte Havels letzte Haftsstrafe sein, bevor das kommunistische Regime im November 1989 durch die Samtene Revolution gestürzt und Havel Präsident wurde.

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17|11|16: WINFRA-Preis 2017

Wien (OTS) – Die Wiener Stadtwerke haben Mittwoch Abend (15.10.2017) zum bereits achten Mal den WINFRA für herausragende Beiträge des Wiener Infrastruktur-Journalismus vergeben. Die für die Wiener Stadtwerke und Umwelt zuständige Stadträtin Ulli Sima, Wiener Stadtwerke Generaldirektor Martin Krajcsir und WINFRA-Jury Vorsitzender Oliver Lehmann überreichten die Preise bei der WINFRA-Gala im Infocenter U2/U5 der Wiener Linien.

© Wiener Stadtwerke/APA-Fotoservice-Martin Hörmandinger

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17|04|22: Vienna March for Science

Meine Rede am 22. April 2017 vor dem Naturhistorischen Museum bei der Abschlußveranstaltung des Vienna March for Science, den ich als Leiter des Organisationskomitees begleitet habe. Mein Abschlußbericht (samt diverser Links) mit dem Titel „Die Love Parade der Wissenschaft“ findet sich auf der Homepage des Vienna March for Science

Vor sechs Wochen gab es eine Facebook-Seite und ein paar gute Ideen. Heute sind wir Teil einer weltweiten Bewegung von mehr als 500 Marches for Science am heutigen Tag.

Ich will einigen Leuten danken, ohne die das nicht möglich gewesen wäre:

Dem Gründungsteam rund um Olivia Fischer und Robin Gleeson!

Dem Organisationsteam mit Petra Eckhart, Katharina Tyran, Emilie Kleinszig, Claudia Spitz und Thomas Pani!

Christian Köberl für das Naturhistorische Museum und Reinhold Sahl für die Burghauptmannschaft für diesen Veranstaltungsort! Weiterlesen

J.K. Rowling on failure and imagination

J.K. Rowling’s  commencement speech at Harvard 2008 about the benefits of failure and the importance of imagination.

„There is an expiry date on blaming your parents for steering you in the wrong direction; the moment you are old enough to take the wheel, responsibility lies with you.“

„So why do I talk about the benefits of failure? Simply because failure meant a stripping away of the inessential. I stopped pretending to myself that I was anything other than what I was, and began to direct all my energy into finishing the only work that mattered to me. Had I really succeeded at anything else, I might never have found the determination to succeed in the one arena I believed I truly belonged. I was set free, because my greatest fear had been realised, and I was still alive, and I still had a daughter whom I adored, and I had an old typewriter and a big idea. And so rock bottom became the solid foundation on which I rebuilt my life.“

My take on #brexit

What happend on June 23, 2016, is this: a coup d’etat of a group of reactionary clowns as a method to carry out a party feud and who with the help of the gutter press (with clear economic intentions of their owners) utilized the rage of the majority of the electorate the clowns themselves had caused. They were unintentionally (but nevertheless effectively) supported by a left which has lost its links to the underprivileged and assumes that buzzwords will suffice to substitute the lack of intellectual capacity and enlightening courage to face today’s global challenges.

Timothy Garton Ash on #brexit

‪#‎brexit‬ lessons to be learned: „Look in the mirror and say after me: we are also to blame. How did we, as educators, allow such a simplistic narrative to go unchallenged by good history and civics taught at school and university? How did we, as journalists, allow the Eurosceptic press to get away with it, setting the daily news agenda for radio and television as well? How can we pro-Europeans have so underrated the painful sense of losing out from Europeanisation that I encountered on the doorstep when canvassing for a vote to remain, and which now screams through the vote of the other half of England?“ Timothy Garton Ash in The Guardian, June 25, 2016

15|03|27: LogicLounge with Peter Norvig

Logic Lounge 270315_by_Nadja Meister_IMG_3426On March 27 I had the pleasure to host the first LogicLounge of 2015: Google’s research director Peter Norvig and Gerhard Widmer, AI professor at Linz university, discussed „How artificial is intelligence?“, splendidly mceed by Elke Ziegler (Ö1). As a souvenir Nadja Meister took this fine picture of us at the location of the LogicLounge, the Cafe Heuer on Karlsplatz.  For more see https://www.facebook.com/groups/AustrianComputerScience/ 

15|02|12: Roma und Baha’i (1990)

Bildschirmfoto 2015-02-12 um 09.46.39Ein Blick ins Archiv anläßlich der sehr verdienstvollen Ausstellung „Romane Thana. Orte der Roma und Sinti“ im Wien Museum, die gestern eröffnet wurde und bis 17. Mai zu sehen und unbedingt zu besuchen ist.  Im November 1990 schrieb ich für den Falter eine Reportage über  Ludwig Papai, der – so auch der Titel der Coverstory – Roma und Baha’i war. Im Zentrum stand die Frage der Identität, auf den Punkt gebracht durch die damals auch innerhalb der Ethnie ungeklärte Eigenbezeichnung. Den Rahmen für die Reportage bildete das Begräbnis von Ludwig Papai auf einem dem Wind ausgesetzten Friedhof zwischen Eisenbahn und Autobahn südlich von Wien. Mit Freude habe ich gestern Abend bemerkt, wie die Roma durch den hochsymbolischen Akt einer Ausstellungseröffnung inzwischen mitten in Wien angekommen sind.

Hier gehts weiter zur Reportage (Fotos: Christian Fischer): 901116_FalterPapai (9 MB)

15|01|03: Kurt Kuch: Zum Abschied an den Anfang

Bildschirmfoto 2015-01-03 um 14.41.22Statt eines Nachrufs ein Blick ins Archiv. Im Herbst 1996 lernte ich bei Recherchen für News zur Schändung des jüdischen Friedhofs von Rechnitz den aus Oberwart stammenden WU-Studenten Kurt Kuch kennen. Mit seinen umfassenden Kenntnissen der südburgenländischen Zusammenhänge von FPÖ und Neonazis empfahl er sich erst als Informant, dann als Mitarbeiter. In Ausgabe 35/1996 beschrieb ich mit meinem Co-Autor Andreas Kuba basierend auf Kurts Recherchen das Netzwerk von FPÖ, Briefbombenattentaten, Jung- und Altnazis. Der Kasten „Wenn sie mich nur fürchten“ verweist schon auf Kurts ganz frühe Kenntnis und Nutzung des damals neuen Mediums Internet.  In Ausgabe 44/1996 war Kurt dann bereits als Autor angeführt. Detailliert schilderten wir, wie der FP-Bundesgeschäftsführer im Zusammanhang mit der Briefbombenserie Verschwörungstheorien zu Lasten der Opfer entwickelte, um von seinem Umfeld abzulenken. Es kam, wie es dann oft kommen sollte: Der FP-Bundesgeschäftsführer musste zurücktreten.