Autorenarchiv: OL

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Oliver Lehmann schreibt Texte und Kontexte in Form von Reportagen, Büchern, Moderationen, Konzepten und Notizen. Für sich und andere. Auf Deutsch. And in English.

12|04|19: Karl-Lueger-Ring als Sackgasse

Vor 12 Jahren habe ich eine Rede anläßlich einer Ausstellungseröffnung der Initiative Minderheiten so abgeschlossen: „Ich wünsche mir also die Umbenennung eines Teils der Ringstraße (…). Sie fragen, welchen Teil der Ringstraße man umbenennen sollte? Ganz einfach: Zwei prominente Ortsbezeichnungen für einen prominenten Wiener Antisemiten…“ – an dieser Stelle kam mir Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg zuvor und beendete den Satz für mich – „…sind zuviel.“ Weiterlesen

12|04|09: Tatort Wald

Ein Mann und sein Lebensthema: Seit mehr als 50 Jahren kämpft Georg Meister für naturnahe Mischwälder. Sehr zum Missfallen von Jägern und Politikern mit einschlägigen Interessen. Claus-Peter Lieckfeld hat die Geschichte dieses oft einsamen Kämpfers aufgezeichnet, der als Leiter des Gebirgsforstamts Bad Reichenhall wesentlich zur Entwicklung des Nationalparks Berchtesgarden beigetragen hat.

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12|03|27: The Nicobar Islands (2005)

In September 2005 author Simron Jit Singh and I published  the book  „The Nicobars Islands. Cultural Choices in the Aftermath of the Tsunami“ (Czernin Verlag). Its subject is the archipelago in the Indian Ocean, which was devastated by the tsunami in December 2004. Singh describes the culture of this very isolated people – and the confrontation with today’s world that flooded the islands like a second tsunami in the form of disaster relief activities and  bureaucracy. (How menial the indigenous population is treated in these confrontations is the subject of a report in the Observer from early 2012 on the neighbouring Andaman islands.)

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12|03|27: Die Nikobaren (2005)

Im September 2005 veröffentlichte ich als Herausgeber gemeinsam mit dem Autor Simron Jit Singh das Buch „The Nicobars Islands. Cultural Choices in the Aftermath of the Tsunami“ (Czernin Verlag). Es handelt von  jener Inselgruppe im Indischen Ozean, die von dem Tsunami im Dezember 2004 massiv in Mitleidenschaft gezogen worden war. Singh beschreibt die Kultur der lange abgeschieden lebenden Menschen – und die Konfrontation mit der Gegenwart, die wie ein zweiter Tsunami in Form von Hilfsmaßnahmen und Bürokratie über die Inselgruppe hinweg rollte. (Wie unterlegen die indigene Bevölkerung bei diesen Konfrontationen ist, davon berichtet der Observer Anfang 2012 mit einem Beispiel von der benachbarten Inselgruppe der Andamanen.)

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12|03|11: Das Schicksal der weißen Pferde

Es muß wohl ein Nicht-Österreicher sein, der sich der legendären Lipizzaner jenseits vom Klischee annimmt. Hierzulande entweder pathetisch verklärt oder als touristisches Markenzeichen verkannt, repräsentieren die legendären Rößer auf faszinierende Weise das Verhältnis  zwischen Mensch und (Zucht-)Tier.  Der Niederländer Frank Westermann hat mit seinem neuen Buch eine wirklich überzeugende Geschichte geschrieben – im doppelten Sinn. Denn das Schicksal der weißen Pferde verlangt geradzu nach einer literarischen Annäherung. Gleichzeitig läßt sich anhand der Tiere und ihrer Haltung die Historie Mitteleuropas des letzten halben Jahrtausends erzählen. Westermann fokussiert sich völlig zu Recht auf das 20. Jahrhundert und fördert so jede Menge verschütteter Fakten und Zusammenhänge zu Tage. Im Zentrum des Textes steht die Auseinandersetzung mit dem Streben des Menschen nach Reinheit und Perfektion – mit allen grauenhaften Konsequenzen, wie die letzten 100 Jahre belegen.  Ordentlich ausgestattet mit Karten und genealogischer Stammtafel überzeugt das Buch in jeder Beziehung.

„Das Schicksal der weißen Pferde“ von F. Westermann, übersetzt von G. Busse und G. Seferens, C.H.Beck, 287 S., Euro 20,50

Weiter zur Sachbuch-Kolumne vom März 2012 im Universum Magazin

12|02|18: Schönbrunn – Myth and Truth

It is ten years ago that I published the book “Big Animals in Schönbrunn” (“Große Tiere in Schönbrunn”) which Eva Menasse in the Frankfurter Allgemeine Zeitung then kindly described as “iconographic reference work“. Last year the Viennese publisher Christian Brandstätter asked me whether I would like to return to this playground for his series “Myth and Truth”. This book is being released these days, pleasantly enough in German (see first chapter auf Deutsch) and English (translated by Martin Kelsey), superbly tended and nursed by Elisabeth Hölzl and Barbara Sternthal. Küß die Händ’. Find below the first chapter.

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12|02|17: Schönbrunn – Mythos und Wahrheit

Es ist zehn Jahre her, dass ich das Buch „Große Tiere in Schönbrunn“ – von Eva Menasse damals in der FAZ freundlicherweise als „ikonographisches Nachschlagewerk“ bezeichnet – veröffentlicht habe. Letztes Jahr hat mich Christian Brandstätter gefragt, ob ich mich nicht wieder des Wiener Zoos annehmen möchte, diesmal für seine Reihe „Mythos und Wahrheit“. Dieser Tage erscheint das Buch, erfreulicherweise auf Deutsch und auf Englisch (hier das erste Kapitel in Übersetzung), hervorragend betreut von Elisabeth Hölzl und Barbara Sternthal. In der Februar-Ausgabe des Universum Magazins (hier das PDF) habe ich das erste Kapitel vorabgedruckt.

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