Schlagwort-Archive: Reise

Höhle an der Ostküste von Rathlin Island, der größten Insel Nordirlands, aufgenommen am 17. September 2011

Nordirische Naturen

Universum Magazin, März 2011

Nordirische Naturen

Die Grüne Insel hat im letzten Jahrzehnt auf beiden Seiten der Grenze enorm vom Frieden profitiert. Mit der Finanzkrise steht Irland vor einer neuen Herausforderung. Eine Lösung wäre naturnaher Tourismus.

.

Nach 25 Minuten ist eigentlich alles klar. Brian kennt sich aus. Er weiß, dass ich auf Reisen bin, um den Norden Irlands zu erkunden, und zwar vor allem die Natur dieses Landstrichs. Allein wegen des Himmels lohnt es sich, die Küste vom schmucken Ballycastle im Osten des königlich-britischen Nordirland bis zu den enormen Klippen bei Slieve League im Westen der Republik Irland abzufahren. Brian versteht das. Der Kanu-Athlet stammt aus County Tyrone und zieht jetzt gerade auf die Insel Rathlin, der Liebe wegen.

Weiter zum Artikel im Layout (pdf)

Weiterlesen

Ötzi tau(ch)t wieder auf

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels Anfang Februar war die Rekonstruktion von Ötzi noch geheim, am 1. März  hat das Südtiroler Archäologiemuseum das neue Antlitz von Ötzi enthüllt. Laut Erwin Brunner von National Geographic Deutschland schaut uns „ein Senner oder Bergbauer an, der den Sommer auf der Alm verbracht hat.“

Universum Magazin, Februar 2011

Ötzi tau(ch)t wieder auf

20 Jahre nach der Entdeckung der Gletschermumie im Tiroler Hochgebirge verblüfft der Steinzeitmensch die Wissenschaft immer wieder mit erstaunlichen Erkenntnissen. Eine neu gestaltete Ausstellung im Bozener Archäologiemuseum präsentiert Ötzi zum Jubiläum im Kontext von komplexen Forschungsprojekten und populären Medienprojektionen.

Und da ist er wieder, der Moment der Verblüffung. Das Bild der bräunlich verschrumpelten Mumie mit der deformierten Nase, den vermeintlich leeren Augenhöhlen und dem scheinbar willkürlich verdrehten Arm wie auf einem Bild Egon Schieles gehört zu den Ikonen der Wissenschaftsgeschichte – in seiner Wirkungsmächtigkeit nur vergleichbar mit der Totenmaske des Tut-Ench-Amun oder der Venus von Willendorf. Von Angesicht zu Angesicht mit einem Menschen aus textloser Vorzeit schwindet jede zeitgenössische Abgeklärtheit und wird ersetzt durch die Anmutung von Respekt vor einem toten Menschen, in dessen geöffneten Sarg man schaut. Ein 40 x 30 cm großes Fenster gibt den Blick frei auf den Leichnam in seiner mit Eisziegeln ummauerten Kühlzelle. Darin werden die klimatischen Verhältnisse im Gletschereis simuliert, in dem Ötzi mehr als 5.000 Jahre konserviert wurde. Der Körper liegt bei -6 Grad C und 98 % Luftfeuchtigkeit auf einer Präzisionswaage, die jeden Flüssigkeitsverlust durch Erwärmung sofort registriert.

Weiter zum Artikel im Layout (pdf)

Weiterlesen